Ob finanzielle Schwierigkeiten, beruflicher Standortwechsel oder Familiennachwuchs. Manche Dinge im Leben lassen sich ebenso wenig planen wie beeinflussen. Sicherlich sind Sie damit auch schon direkt oder indirekt durch Freunde, Verwandte oder Kollegen in Berührung gekommen. Die Firma erweitert den Standort, Ehepartner trennen sich oder man erwartet freudig den Nachwuchs.
Neben den anfallenden organisatorischen Dingen, sieht man sich auf einmal mit der Tatsache konfrontiert, dass man die gemietete Wohnung früher aufgeben muss, als das vertraglich vereinbart wurde.

Kennen Sie das auch? Mieter, die man lieber heute als morgen aus der vermieteten Wohnung hätte. Wenn das Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter sichtlich gestört ist und unter Umständen die Mietzahlungen sehr zäh fließen, dann stehen Vermieter oftmals vor der Situation den Mieter noch ein paar Monate „dulden“ zu müssen.

Generell gilt: Das BGB definiert für private als auch gewerblich vermietete Räumlichkeiten feste Kündigungsfristen. An diese Fristen sind zunächst Vermieter und Mieter gleichermaßen gebunden. Jedoch besteht zu jederzeit eine weitere Möglichkeit, das Mietverhältnis sozusagen außerordentlich zu beenden. Den so genannten Mietaufhebungsvertrag.

Ein Mietaufhebungsvertrag sollte aus Beweiskräften immer schriftlich getroffen werden. Es sollte vereinbart werden, dass die partizipierenden Parteien sich darüber einig sind, dass der Mietvertrag zwischen dem Vermieter und Mieter an einer bestimmten Adresse zu einem bestimmten Datum beendet wird.
Weiterhin ist es durchaus sinnvoll, eine Regelung zur Übergabe der Wohnung sowie zum allgemeinen Zustand festzuhalten. Hier sollte auf jeden Fall miteinfließen, ob die Wohnungen besenrein, renoviert oder leer geräumt zurück zugeben ist.

Auch die Frage der Kautionsrückzahlung kann in einem Mietaufhebungsvertrag genau formuliert werden. Sind sich beide Parteien darüber einig, dass keine Gründe für eine Zurückhaltung der Kaution bestehen, könnte vereinbart werden, dass die Schlüsselrückgabe parallel zur Kautionsauszahlung zu erfolgen hat.
Ein weiteres ist noch die Frage nach den Einrichtungsgegenständen. Hat der Mieter diese „mitzunehmen“ oder kann ein Nachmieter diese, eventuell gegen Entgelt, übernehmen.
Oder ist ein Mietaufhebungsvertrag gar zwingend an die Beschaffung eines Nachmieters gebunden ?!

Sie stellen fest, viele Details, deren Inhalt mittlerweile in nicht wenigen Gerichtsverhandlungen diskutiert werden, lassen sich schon im Vorfeld klar festhalten.

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.