Kiel, 16.11.2017 (lifePR) – „Wir brauchen auch Architekten und Stadtplaner und nicht nur Bauingenieure,“ so kommentierte Alexander Blažek, Verbandsvorsitzender von Haus & Grund Schleswig-Holstein, die heutige Landtagsdebatte zur Einführung eines Studiengangs für Bauingenieure an der Fachhochschule Kiel. Es bestehe nicht nur ein Mangel an Bauingenieuren, sondern auch an Architekten und Stadtplanern. Bauherren würden kaum noch qualifizierte Architekten finden, die Wohngebäude für kleinere Vermieter oder für den Eigenheimer entwerfen könnten. Die Kommunen könnten ihre Planungshoheit mangels Fachpersonals nicht ausüben. Das führe zu Wildwuchs und nicht zu einer geordneten Stadtentwicklung.

„Viele Neubaugebiete sind gruselig, wenn das skandinavische Blockhaus dicht neben der toskanischen Villa steht mit Blick auf das banalisierte Friesenhaus. Für Wohngebäude mit Eigentumswohnungen werden Pläne offenbar aus der Schublade mit der Aufschrift „Bauklötzchenarchitektur“ gezogen,“ schimpfte der Verbandschef auf die heutige „Baukultur“. Dies verunstalte das Stadtbild nachhaltig und führe langfristig zu Wertverlust der Immobilien.

Die günstige Haushaltssituation des Landes biete die Chance, in die Ausbildung zu investieren. Wer hierzulande Architektur, Stadtplanung oder Bauingenieurswesen studiere, bleibe erfahrungsgemäß dem echten Norden erhalten und könne die Baukultur unseres Landes weiterentwickeln. „Wer sagt denn, dass das Friesenhaus von heute genauso aussehen muss wie vor hundert Jahren,“ fragte Blažek abschließend.

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