Karlsruhe, 17.11.2017 (lifePR) – In der Kriegsstraße werden bereits auf dem zweiten Baufeld die Schlitzwände nach hinten ins Erdreich verankert: Nachdem diese Arbeiten im Baufeld W 2 in der obersten Ankerlage abgeschlossen sind, bohrt das entsprechende Gerät die Verankerungen nun im Baufeld O 1 in den Untergrund. Auch hier muss dazu das Erdreich zunächst einmal ausgehoben werden, damit der Bohrer sich vor der Schlitzwand positionieren kann, um die Anker schräg nach unten zu treiben. Im Baufeld W 2 sind diese Arbeiten abgeschlossen – dort werden die Bohrungen für die Weichgelsohle vorgenommen, die die Baugrube nach unten abdichten wird. In den Baufeldern O3 und O4 zwischen Fritz-Erler-Straße und Ettlinger Tor macht der Straßenbau Fortschritte: Die Straße und der Gehweg werden ganz nach – näher zu den Häuserfronten hin – verlegt, um die Mitte der Kriegsstraße für den Einsatz der schweren Baumaschinen frei zu bekommen.

Beim Teilprojekt Stadtbahn- und Straßenbahntunnel der Kombilösung steht die Fertigstellung der Rohbauarbeiten im Mittelpunkt der Arbeiten: In fünf der sieben künftigen unterirdischen Haltestellen – Europaplatz, Lammstraße, Kronenplatz, Marktplatz, Ettlinger Tor – fahren die Betonmischer täglich an, um Fahrgastaufgänge, Aufzugsschächte, Innenwände, Zwischendecken, Verteilerebenen und Treppenläufe herzustellen. Im Gleisdreieck und in den angrenzenden Haltestellen Lammstraße beziehungsweise Marktplatz wird noch an der großen Zwischenebene gebaut, über die später die Fahrgäste von einer Station in die andere wechseln können und auf der auch eine neue Toilettenanlage sowie Betriebsräume für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) entstehen.

In der Haltestelle Durlacher Tor stehen noch einige wenige Restarbeiten an, so dass hier und in der Haltestelle Kongresszentrum der Innenausbau zum Zuge kommt.

Zwischen den einzelnen Haltestellen werden in der von der Tunnelvortriebsmaschine „Giulia“ hergestellten Tunnelröhre sowie in den offen gebauten Tunnelabschnitten die die Randwege gebaut, die für Servicebegehungen vorgesehen sind und zudem auch die Kabelleerohre aufnehmen für die Elektrokabel der Zug- und Sicherheitstechnik. Von den Havarieschotts, die die Haltestellen zu den Tunnelröhren hin abgedichtet hätten, sind nur noch wenige Teile zum Abbau übrig.

„Knackig“ geht es im Nordkopf des Ettlinger Tors zu: Hier ist ein sehr großer Abbruchbagger beim Abbruch der Stahlbetonwände am Werk. Mit seinen 96 Tonnen Gesamtgewicht und der zwölf Tonnen wiegenden Abbruchzange „zerbeißt“ er die nicht mehr benötigten Einrichtungen für den Druckluftvortrieb des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße. Das Abbruchmaterial wird mit LKW über die bereits fertiggestellten Tunnel- und Rampenbereiche nach Süden abgefahren. Wenn der Abbruch erledigt ist, werden die endgültigen Stationswände, die Verteilerebene für Fahrgäste sowie die Innenwände und der Treppenläufe betoniert.

Oberirdisch schließt sich bis Ende November die Andienöffnung an der Straßenecke Lammstraße und Kaiserstraße sowie die Oberfläche der Fußgängerzone in diesem Bereich. Auch die Arbeiten in der Karl-Friedrich-Straße und um den Rondellplatz herum sollen bis Ende dieses Monats erledigt sein. Am Durlacher Tor und angrenzend in der westlichen Durlacher Allee dauern die Arbeiten an der Wiederherstellung der Oberfläche noch etwas länger: Die Gleiskreuzung ist fertiggestellt, jetzt schweißen die Arbeiter an den sich daran anschließenden Gleisabschnitten. Die Arbeiten in der Ettlinger Straße befinden sich dagegen im Endspurt: Bis zu den Winterferien der Bauarbeiter – also bis kurz vor Weihnachten – sollen Straßen, Radwege und Gehwege zwischen der Kreuzung der Ettlinger Straße mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße im Norden und der Einmündung der Augartenstraße im Süden fertiggestellt sein.

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