Mieterselbstauskunft

Warum die Mieterselbstauskunft immer wichtiger wird

Gerade heute in der wirtschaftlich angespannten Lage für Vermieter oder Wohnungsbaugesellschaften wird die Selbstauskunft des Mieters immer wichtiger. Zukünftige Vermieter oder Hausverwaltungen schützen sich so vor Mietnomaden und Zahlungsausfällen. Besonders in Großstädten wo die Mietverhältnisse Berufswegen eher kurz sind, möchten die Wohnungsbesitzer den Mietinteressenten genauer kennenlernen, bevor sie Ihre Immobilie an ihn vermieten. Meistens wird den angehenden Mietern ein Fragebogen, der „Mieterselbstauskunft“ genannt wird, zum Ausfüllen gegeben, um den Bewerber für die Immobilie auf deren Zahlungsfähigkeit hin überprüfen zu können und ob er zum Mietobjekt und zu den restlichen Bewohnern passt.

Welche Fragen gehören zur Mieterselbstauskunft?

Der Vermieter darf seinem eventuellen Mieter zulässige und unzulässige Fragen stellen. Jedoch ist der Mieter nicht verpflichtet, alle gestellten Fragen zu beantworten. Erteilt der zukünftige Mieter dem Hausverwalter nicht alle gewünschten Auskünfte, könnte es sein, dass er den Zuschlag für die Wohnung nicht bekommt.
Der Eigentümer darf folgende zulässige Fragen stellen: Identität des Mieters, zum Beispiel Name, Vorname, derzeitige Wohnadresse, sowie Telefonnummer, und Geburtsdatum. Natürlich will er auch die Anzahl der in die Wohnung einziehenden Haushaltsangehörigen erfahren. Er darf nach dem Beruf beziehungsweise Arbeitsverhältnis fragen und kann auch eine Auskunft über den Nettoverdienst fordern durch vorlegen der Gehaltsabrechnungen. Des Weiteren darf er fragen, ob es eine Unterstützung des Sozialamtes gibt, um die Miete zahlen zu können und ob Mietschulden aus einem früheren Missverhältnis bestehen. Außerdem wird gerne nachgefragt, ob sich der Mieter ein Haustier halten möchte

Freiwillige Bonitätsauskunft-Schufa

In der Regel kann der Vermieter nur eine Auskunft bei der Schufa über den Mieter bekommen, wenn dieser einwilligt. In seltenen Ausnahmefällen kann der Eigentümer selbst Informationen über den künftigen Mieter anfordern. Jedoch nur, wenn er Vertragspartner bei der Schufa ist.
Viele Vermieter, können die Informationen selbst nicht beschaffen, und verlangen von ihrem potentiellen Mieter, dass dieser die Auskunft bringt. Der Vermieter hat das recht dies von seinem künftigen Mieter zu verlangen. Der Mieter ist verpflichtet die Auskunft selbst einzuholen. Verweigert ein Mieter die Auskunft der Schufa, sinken seine Chancen, die Immobilie zu mieten.

Fazit

Der Vermieter darf dem potentiellen Mieter per Selbstauskunft bestimmte zulässige Fragen stellen. Der Mieter kann die Antworten verweigern. Gibt er Auskunft, muss er auf zulässige Fragen wahrheitsgemäß antworten. Ist dies nicht der Fall, kann der Vermieter unter bestimmten Umständen den Mietvertrag anfechten, oder ihn außerordentlich fristlos kündigen, sowie
von seinem Mieter Schadenersatz zu verlangen. Unzulässige Fragen können mit einer Lüge beantwortet werden und bleiben ohne Folge.