Pressemitteilung – Gebraucht oder neu: Welche Immobilie passt?

Stuttgart, 08.02.2018 (lifePR) – 57 Prozent der deutschen Mieter träumen laut der LBS-Analyse „Markt für Wohnimmobilien“ von einem eigenen Zuhause. Wer sich diesen Wunsch erfüllen möchte, steht früher oder später vor der Entscheidung: gebraucht kaufen oder doch lieber neu bauen? Beide Optionen haben ihre Vorzüge.

Das Wohngebiet ist erschlossen, die Einkaufsmöglichkeiten liegen gleich in der Nähe, und zu Schule oder Kindergarten ist es auch nicht weit: Viele Käufer reizt an Bestandsimmobilien vor allem die schon gut ausgebaute Infrastruktur. Auch die Tatsache, dass sie sich bereits im Vorfeld ein genaues Bild vom künftigen Zuhause machen können und sich nicht nur auf Zeichnungen und Baupläne verlassen müssen, fällt positiv ins Gewicht. Hinzu kommt das Preisargument: Gebrauchte Immobilien sind in Deutschland deutlich günstiger als Neubauten. So bezahlen Käufer eines Reihenhauses aus zweiter Hand im Schnitt 23 Prozent weniger gegenüber einem Neubau. Eine gebrauchte Eigentumswohnung ist rund 40 Prozent günstiger als eine neu erbaute, wie der „Markt für Wohnimmobilien 2017“ zeigt. „Je nach Baujahr und Zustand der Immobilie sollten Käufer allerdings zusätzliche Kosten für die Instandhaltung oder für Modernisierungen, etwa aufgrund energetischer Mindestanforderungen, von vornherein in die Finanzierung einkalkulieren“, rät Monika Grave von der LBS.  

Wer bereits eine sehr genaue Vorstellung vom zukünftigen Eigenheim hat, denkt vielleicht eher über einen Neubau nach. Der Vorteil: Bauherren können Grundriss und bauliche Ausstattung genau auf die eigenen Wohnwünsche abstimmen. Ein Neubau ist zwar in der Regel teurer als die Anschaffung einer Gebrauchtimmobilie, dank einer energieeffizienten Bauweise mit modernen Baustoffen und neuester Sanitär- und Elektrotechnik bleiben jedoch die laufenden Kosten niedrig. Auch größere Modernisierungsarbeiten fallen erst einmal nicht an. Das zahlt sich auf lange Sicht aus.

Ob neu oder gebraucht –  die eigenen vier Wände gehören zu den größten Investitionen im Leben. Mit dem LBS Finanzierungsrechner unter www.lbs.de/rechner können sich Interessierte ein erstes Bild davon machen, welche Baufinanzierung am besten zu den eigenen Zielen, Wünschen und Möglichkeiten passt.

Gut zu wissen: LBS Markt für Wohnimmobilien

Einen umfassenden Überblick über die Wohnungsmarktsituation in Deutschland gibt die von den Landesbausparkassen veröffentlichte Analyse „Markt für Wohnimmobilien 2017“. Unter www.lbs-mfw.de haben Interessierte einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Daten, Fakten und Trends. Neben kurzen Analysen der Teilmärkte für Eigenheime, Eigentumswohnungen und Bauland sowie aktuelle Daten zu Bautätigkeit und Wohnungsbestand bietet der Service auch den LBS-Immobilien-Preisspiegel für rund 960 Städte.

Service

Wohnen im Bestand: Das sollten Käufer beachten

Bei der Entscheidung für das passende Eigenheim ist das gebrauchte Einfamilienhaus bei vielen Menschen besonders beliebt. Wenn Kaufinteressenten sich schon vor oder bei der ersten Besichtigung ausführlich über die Wunschimmobilie informieren, bleiben ihnen hinterher Überraschungen erspart und sie können – auch die Finanzierung – besser planen.  

Prüfung vom Experten: Vor dem Kauf sollte ein Experte das Gebäude gründlich prüfen – das kann zum Beispiel ein Architekt oder ein Bausachverständiger sein. Dieser beurteilt die Bausubstanz sowie Haustechnik und stellt fest, ob und welche Sanierungsarbeiten in den nächsten Jahren anstehen. Während der Begehung untersucht der Experte, ob Keller und Fassade trocken sind und das Dach richtig gedämmt ist. Auch die Heizungsanlage steht auf der Checkliste: Ist sie zeitgemäß oder muss nachgerüstet werden?

Bauplan und Grundbuch einsehen: Ein Blick in die Baupläne und ins Grundbuch liefert Informationen über die Wunschimmobilie. Veränderungen am Gebäude wie etwa Anbauten sind im Bauplan vermerkt. Grundbucheinträge geben Aufschluss über Vereinbarungen, die der Vorbesitzer getroffen hat und die auch für den Käufer weiter bindend sind. Dazu zählt etwa das Wegerecht: Hier könnten Nachbarn oder die Stadtwerke Wege über das Grundstück nutzen, obwohl es ihnen nicht gehört. Das kann dann der Fall sein, wenn die Stadt zum Beispiel einen Zugang zum Kanal benötigt.   

Förderungen beantragen: Gerade Bestandsimmobilien entsprechen aufgrund ihres Baualters häufig nicht den aktuellen energetischen Anforderungen. In der Regel ist dann nach dem Erwerb eine energieeffiziente Sanierung notwendig. Unterstützung erhalten Eigentümer dabei vom Staat. So fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) solche Modernisierungsmaßnahmen mit einem zinsgünstigen Kredit: Wer seine Gebrauchsimmobilie zum KfW-Effizienzhausstandard aufrüstet, erhält bis zu 100.000 Euro. Für Einzelmaßnahmen zahlt die KfW bis zu 50.000 Euro.

52 Prozent…

…der Menschen in Deutschland wohnen derzeit bereits im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung. Ein Blick auf die Bundesländer zeigt: In neun von 16 Bundesländern liegt die personenbezogene Eigentumsquote bei mindestens der Hälfte oder sogar darüber. Spitzenreiter ist übrigens das Saarland mit 64 Prozent. Berlin bildet mit lediglich 20 Prozent das Schlusslicht.

Im europäischen Vergleich muss Deutschland allerdings noch aufholen. Mit einer haushaltsbezogenen Wohneigentumsquote von 45 Prozent – also dem Anteil der Eigentümerhaushalte an der Gesamtzahl aller Haushalte – rangiert die Bundesrepublik auf dem vorletzten Platz, dahinter folgt nur noch die Schweiz mit 37 Prozent. Weit vorne sind die Norweger: Dort liegt der Anteil der Eigentümerhaushalte bei 80 Prozent.  Die personenbezogene Wohneigentumsquote ist höher als die haushaltsbezogene, weil in Eigentümer-Haushalten mehr Personen leben als in Mieter-Haushalten. Vor allem Familien mit Kindern wohnen häufiger im Eigentum.