Pressemitteilung – Büromarkt setzt im ersten Halbjahr 246.300 Quadratmeter um – Flexible Workspace weiter auf dem Vormarsch

Hamburg, 05.07.2018 (lifePR) –

Im zweiten Quartal rund ein Viertel mehr Flächenumsatz als im Startquartal 2018

2018 weitere 16.400 Quadratmeter von Flexible-Workspace-Anbietern angemietet

Der Hamburger Büromarkt übertrifft mit einem Umsatz von 246.300 Quadratmetern im ersten Halbjahr zwar den 10-Jahresschnitt um 7,4 Prozent, fällt aber im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent zurück. Nach einem verhaltenen ersten Quartal mit 106.300 Quadratmetern Umsatz entwickelte sich das zweite Quartal mit 140.000 Quadratmetern Take-up dynamischer. Die größte Anmietung im zweiten Quartal ging an die City-Süd, der städtische Betrieb „Fördern & Wohnen“ mietete hier im Economic Quartier 8.600 Quadratmeter an. Größter Abschluss des ersten Halbjahres bleibt damit eine Zwischenanmietung der Universität Hamburg über 10.000 Quadratmeter.

Trend zu Flexible Workspace/Co-Working hält an

Nachdem bereits 2017 rund 40.000 Quadratmeter Bürofläche durch Anbieter von Flexible Workspace/Co-Working angemietet worden waren, darunter von Regus, WeWork und rent24 mit jeweils mehr als 5.000 Quadratmetern, setzt sich der Trend in Richtung Flexible Workspace/Coworking im Jahr 2018 weiter fort. Design Offices sichert sich mehr als 8.000 Quadratmeter in der Projektentwicklung des künftigen Olympus Campus. Regus unterzeichnete zwei Verträge in Harburg und Hamburg-Altona über insgesamt 3.900 Quadratmeter. Contora Office Solutions mietet weitere rund 500 Quadratmeter in der Projektentwicklung von Art-Invest am Alten Wall 2-32 und wird dort insgesamt 1.500 Quadratmeter nutzen. Finhaven, ein Coworking Space mit Fokus auf die Finanzwirtschaft, sicherte sich Flächen in der Projektentwicklung Campus Tower in der HafenCity. Mit Anmietungen in der Hamburger Innenstadt durch Ecos Business Center, Dussmann Office Center und CS Business Center im zweiten Quartal wurden im Jahr 2018 bereits 16.400 Quadratmeter von Flexible-Workspace-Anbietern vertraglich vereinbart.

City-Süd behauptet sich als gefragte Alternative zu knappen Citylagen

Die Citylagen haben ihre Position als gefragteste Bürolage bestätigt. Hier wurden rund 70.000 Quadratmeter umgeschlagen. Kein anderer Teilmarkt erreicht diesen Wert. Gleichzeitig verknappt sich das Angebot in der City weiter, so dass Unternehmen auch zunehmend Alternativen in attraktiven Stadtteillagen prüfen. Davon profitiert vor allem die City-Süd mit einem Flächenumsatz von rund 40.000 Quadratmetern allein im zweiten Quartal 2018 gegenüber 20.400 Quadratmetern im ersten Quartal. Damit verbucht die City-Süd rund 25 Prozent des Take-up im ersten Halbjahr auf sich.

Mieten steigen

Die Spitzenmiete liegt zur Jahresmitte bei 26 Euro pro Quadratmeter und Monat und damit um 0,50 Euro höher als zur Jahresmitte 2017. Sie wird vor allem für moderne Flächen im Neubau oder in Kernsanierungen bezahlt.

Matthias Huss, Niederlassungsleiter bei Cushman & Wakefield Hamburg sagt dazu: „Neun der zehn teuersten Vertragsabschlüsse entfielen im ersten Halbjahr auf Neubauprojekte, im Fokus standen hier vor allem die Adressen Alter Wall 2-32, die Stadthöfe in der City sowie das Watermark in der HafenCity. Sobald weitere Mietverträge in den attraktiven Projektentwicklungen abgeschlossen werden, könnte die Spitzenmiete im Jahresverlauf weiter ansteigen.“

Auch die Durchschnittsmieten ziehen an. Bedingt durch die zunehmende Flächenknappheit und die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Flächen in guten Lagen stieg der Quadratmeterpreis im ersten Halbjahr um 0,45 Euro auf 15,25 Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Vor 2021 keine Entspannung auf dem Hamburger Büromarkt

In den kommenden beiden Jahren wird in Hamburg mit einem Fertigstellungsvolumen von jeweils 200.000 Quadratmetern gerechnet. Damit ist vor 2021 – eine stabile Wirtschaftslage mit daraus resultierender hoher Büroflächennachfrage vorausgesetzt – nicht mit einer Entspannung auf dem Hamburger Büromarkt zu rechnen.

Matthias Huss: „Potenzielle Grundstücke für neue Büroflächen beziehungsweise Refurbishments in Bestandsobjekten stehen in Hamburg zusehends im Wettbewerb zu Hotelentwicklungen.“

Die Stadt Hamburg prognostiziert in ihrem Hotelbedarfsplan einen Bedarf von zusätzlich 18.000 Hotelzimmern bis zum Jahr 2025. Das entspricht ca. 85 neuen Hotels.