Pressemitteilung – Frankfurter Büromarkt setzt 255.000 Quadratmeter um – höchster Halbjahresumsatz seit zehn Jahren

Frankfurt am Main, 05.07.2018 (lifePR) –

Auf starkes erstes Quartal (156.700 Quadratmeter) folgt schwächeres zweites Quartal mit 98.300 Quadratmetern Flächenumsatz

Bankenviertel mit höchstem Flächenumsatz (43.000 Quadratmeter) im Vergleich aller Teilmärkte

Im zweiten Quartal 2018 wurden mit 98.300 Quadratmetern rund 60.000 Quadratmeter Büroflächen weniger umgesetzt als im ersten Quartal. Der Vergleich zwischen den ersten Halbjahren 2017 (235.700 Quadratmeter) und 2018 (255.000 Quadratmeter) fällt trotzdem positiv aus, der Umsatz stieg um 8 Prozent. Der Durchschnittswert der vergangenen fünf ersten Halbjahre (163.300 Quadratmeter) wurde um 30 Prozent überschritten, das Zehnjahresmittel (215.100 Quadratmeter) um 20 Prozent.

Flächen ab 5.000 Quadratmeter bringen 25 Prozent des Take-up im ersten Halbjahr

Im bisherigen Jahresverlauf bleibt der größte Abschluss die Projektanmietung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über rund 24.000 Quadratmeter im Europaviertel im ersten Quartal. Von sechs weiteren Mietvertragsabschlüssen zwischen 5.000 und 9.000 Quadratmetern wurden drei im ersten und drei im zweiten Quartal registriert. Die flächengrößten Vermietungen sind eine Untervermietung an die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland im Mertonviertel über 8.250 Quadratmeter im zweiten Quartal sowie die Anmietung der Bethmann Bank im Marienforum über 8.000 Quadratmeter im ersten Quartal.

Größte Flächenumsätze im Bankenviertel

Mit 31 Prozent der umgesetzten Quadratmeter konzentriert sich ein knappes Drittel der Flächenumsätze im ersten Halbjahr 2018 auf die Innenstadtlagen City, das Bankenviertel, das Westend und das Europaviertel.

Spitzenreiter ist das Bankenviertel mit 43.000 Quadratmetern neu angemieteter Flächen im ersten Halbjahr. Die Attraktivität dieses Teilmarktes liegt nicht zuletzt im Angebot moderner Büroflächen begründet, die sich im Bau oder noch in der Projektierungsphase befinden und mit denen sich die Nutzungsmischung des Bankenviertels verstärkt, die dem steigenden Bedarf von Unternehmen nach zentrumsnahen, lebendigen und multifunktionalen Standorten entspricht. Beispiele dafür sind der Omniturm (geplante Fertigstellung 2019) sowie die Quartiersentwicklung Four (geplante Fertigstellung 2022) mit einem Mix aus Einzelhandel, Büro, Hotel und Wohnen. Bei der Projektentwicklung Neue Mainzer Straße 57/59 / Ecke Junghofstraße 27 soll eine gemeinsame Büro- und Kulturnutzung die Attraktivität des Viertels erhöhen und weitere Nutzer anziehen. Eine Ausnahme bildet der Global Tower, nach der Kernsanierung des ehemaligen Commerzbank-Hochhauses ist eine reine Büronutzung geplant.

Wer Neubauflächen sucht, muss mindestens sechs Monate Vorlauf einplanen

Im ersten Quartal wurden Projektentwicklungen mit rund 35.000 Quadratmetern fertiggestellt, im zweiten Quartal liegt dieser Wert bei Null. Erst im zweiten Halbjahr wird ein Fertigstellungsvolumen von 120.000 Quadratmetern erwartet, doch davon stehen nur noch 10 Prozent für eine Anmietung zur Verfügung. Wer kurzfristig Flächen im Neubau oder Bestand sucht, muss mit Vorlaufzeiten von mindestens sechs bis neun Monaten rechnen.

Das Bauvolumen liegt im ersten Halbjahr mit rund 260.000 Quadratmetern annähernd gleichauf zum Vergleichszeitraum 2017 (264.000 Quadratmeter). Allerdings liegt dieser Wert rund 30 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt (353.000 Quadratmeter).

Spitzenmiete stabil, aber mit Prognose nach oben

Die erzielte Spitzenmiete liegt im ersten Halbjahr 2018 mit 42 Euro pro Quadratmeter und Monat auf der gleichen Höhe wie im Vorquartal. Zum Jahreswechsel wird jedoch mit einem Anstieg gerechnet.

Marco Mallucci, Leiter Bürovermietung Frankfurt bei Cushman & Wakefield, sagt: „Die Spitzenmiete im Bankenviertel ist bislang unverändert, dennoch ist die Tendenz für die kommenden Monate klar steigend. In den anderen zentrumsnahen Teilmärkten konnten im zweiten Quartal bereits höhere Spitzenmieten erzielt werden als in den Monaten davor. Die Entwicklung neuer Bürogebäude im Europaviertel und im Westend, die die Attraktivität und Wertigkeit der Standorte weiter steigern, werden von den flächensuchenden Unternehmen honoriert, nicht zuletzt, weil das Angebot begrenzt ist. Selbst für Objekte, die nicht dem modernsten Stand entsprechen, werden aktuell höhere Mieten aufgerufen, doch ob diese Mietsteigerungen am Ende durchsetzbar sein werden, bleibt abzuwarten.“