Pressemitteilung – Überblick behalten im Gütesiegel-Dschungel

Düsseldorf, 05.12.2018 (lifePR) – Die Bedeutung von gesundem Bauen steigt. In vielen Baumärkten finden sich hierzu inzwischen eigene Bereiche. Die Folge ist zugleich ein unüberschaubares Dickicht an Güte- und Prüfsiegeln, die mitunter noch firmeneigene, nicht unabhängige Label enthalten. Eine Fülle an Öko-Zeichen, die laut Verbraucherschutz die Kunden überfordern. Zumal manche der Gütesiegel lediglich ökologische Bauprodukte auszeichnen, die im Umkehrschluss nicht zwingend wohngesund sind. Um den Überblick zu behalten, worauf sich Verbraucher und das Handwerk für ein schadstofffreies Bauen und Renovieren verlassen können, hilft der EMICODE mit seinem unabhängigen EC1-Siegel.

Wer Bio-Lebensmittel kauft, achtet unweigerlich auf die Auszeichnung mit Bio-Siegeln der EU oder Deutschlands. Geht es um Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, ist das FSC-Gütesiegel des Forest Stewardship Council ein hilfreicher Indikator. Die Gesellschaft wird ökologisch bewusster, wie auch die Wohngesundheit Deutschland Studie 2018/2019 von BENZ24 mit den Marktforschern von Innofact herausfand. Demnach achten beim Kauf von Bauprodukten 80 Prozent der Deutschen auf Wohngesundheit, etwa zwei Drittel von ihnen verlassen sich dabei laut der Studie wiederum auf Gütesiegel – nur kennzeichnen nicht alle davon auch wohngesunde Baustoffe. Stattdessen stehen sie für ökologische Produkte aus nachhaltig angebauten Rohstoffen, was nicht heißt, dass sie schadstofffrei sind.

An einem Siegel führt für viele Hersteller jedoch kaum mehr ein Weg vorbei. So fand der Gütesiegel Monitor 2018 der Splendid Research GmbH heraus, dass mit Siegel die Kaufbereitschaft der Verbraucher um fünf Prozent steigt. Fast jede/r Zweite vertritt zudem die Meinung, dass mit einem Siegel deklarierte Produkte besser sind als solche ohne. Daher bringen einige Handelskonzerne inzwischen eigene Siegel für baugesunde Produkte heraus – was den Markt für Verbraucher nur noch undurchsichtiger macht, welchen Siegeln sie wirklich vertrauen können.

Die in Düsseldorf ansässige Gemeinschaft emissionskontrollierter Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte (GEV) prüft seit über 20 Jahren umwelt- und gesundheitsverträgliche Baustoffe und zertifiziert diese mit dem EMICODE. Dabei wird die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs) betrachtet. Unabhängige Fachlabore sichern mittels regelmäßiger und stets unangekündigter Stichprobenkontrollen die Qualität. Das Zertifizierungssystem ist als Wegweiser für emissionsarme Produkte sehr viel strenger als andere Verfahren, so werden neben Kurz- auch Langzeitemissionen bezüglich sehr geringer VOC-Mengen geprüft. Nur Baustoffe mit geringstem VOC-Ausstoß erhalten danach das Öko-Siegel EC1. Die zertifizierten Produkte erfüllen so höchste Anforderungen an die Innenraumluft gemäß der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Der EMICODE ist firmenübergreifend und wettbewerbsneutral. „Wir arbeiten mit Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen eng zusammen, um mit den Emissionsgrenzwerten des EMICODE stets aktuell anspruchsvollste Standards am Markt zu setzen“, sagt der GEV-Vorsitzende Stefan Neuberger. Über 6.000 Produkte von mehr als 100 Herstellern weltweit tragen bereits das EC1-Siegel. Bauprodukte, bei denen sich Verarbeiter sicher sein können, dass sie für ihre Bauherren die höchsten Maßstäbe an eine wohngesunde Innenraumluft erfüllen.

Weitere Informationen unter www.emicode.com online