Pressemitteilung – Haus & Grund zum Landesplanungsgesetz: Ländlichen Raum stärken!

Kiel, 19.02.2020 (lifePR) – Der Landtag hat im Rahmen seiner heutigen Sitzung über das Landesplanungsplanungsgesetz diskutiert. Die Landesregierung will im Landesplanungsgesetz die bundesweit erste sogenannte raumordnerische Experimentierklausel verankern, um besser auf „Megatrends“ reagieren zu können. Die Klausel soll die „modellhafte und experimentelle Erprobung innovativer Entwicklungsmaßnahmen“ auf kommunaler Ebene unterstützen, beispielsweise im Zusammenhang mit der Digitalisierung, Siedlungsentwicklung, der Mobilität, der Energiewende oder der Sicherung der Daseinsvorsorge.

Dazu erklärte Alexander Blažek, Vorstandsvorsitzender des Grundeigentümerverbandes Haus & Grund Schleswig-Holstein, wörtlich:

„Der ländliche Raum muss gestärkt werden! Ohne die kleineren Städte und Dörfer in der Fläche Schleswig-Holsteins können wir die Herausforderung des angespannten Wohnungsmarktes in den Ballungsräumen nicht lösen. Dafür muss der ländliche Raum gerade für jüngere Menschen wieder anziehender werden.

Dazu zählt zum einen schnelles Internet, das zum Beispiel für Homeoffice unerlässlich ist. Des Weiteren müssen die Städte und Dörfer auf dem Land im wahrsten Sinne ihre Hausaufgaben machen und dem „Donut-Effekt“ entgegenwirken, der betroffene Kommunen für die jüngere Generation unattraktiv macht.  Mit dem Donut-Effekt sind die leeren Dorf- und Stadtzentren gemeint, während in der Peripherie dieser Kommunen Einzelhändler wie Aldi und Lidl sowie Einfamilienhaussiedlungen aus dem Boden wuchern.

Die geplante Experimentierklausel bietet hier Chancen, wenn die Kommunen ihre Planungshoheit ernst nehmen.“

Unternehmen
Haus & Grund Schleswig-Holstein – Verband Schleswig-Holsteinischer Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e. V.

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