Baugeräte: Leasen, Mieten oder Kaufen, was ist günstiger?

Wer heute ein Haus baut oder saniert, möchte in der Regel so viel wie möglich selbst machen. Die scherzhaft „Muskelhypothek“ genannte Eigenleistung trägt maßgeblich dazu bei, die direkten Kosten zu senken und zugleich die späteren Belastungen zu reduzieren. Während eine Baufirma über die nötigen Baugeräte verfügt, muss der private Bauherr diese erst beschaffen. Dabei steht die Frage im Raum, was günstiger ist: Leasen, Mieten oder Kaufen?

Mieten lohnt sich nicht nur bei einmaligem Einsatz

Im Wesentlichen kommt es bei der Beantwortung dieser Frage darauf an, wie groß das benötigte Gerät ist, wie lange es gebraucht wird und was hinterher damit werden soll. Ein Bautrockner etwa wird einmalig gebraucht, wenn der Neubau steht. Arbeiten wie Fliesenlegen und Tapezieren sind erst möglich, wenn die Wände trocken sind. Wird zu früh mit den weiteren Gewerken begonnen, kann es zu Schimmelbildung kommen, der sich schädlich auf die Gesundheit der Bewohner auswirkt.

Insbesondere wenn Beton, Mörtel und Estrich eine hohe Restfeuchte aufweisen, werden professionelle Bautrockner gebraucht. Um einen Neubau zu trocknen, müssen je nach Größe mindestens zwei, wahrscheinlich sogar vier Wochen einkalkuliert werden. Der Trocknungsfachbetrieb Grübel hat sich auf die Trocknung von Bauten spezialisiert und rät Bauherren und Sanierern, die Bautrockner zu mieten, statt sie zu kaufen. Für den einmaligen Einsatz bei einem Neubau oder nach einem Wasserschaden macht es keinen Sinn, einen Bautrockner zu kaufen. Außerdem verfügt nur ein Fachbetrieb über die passenden Geräte für jede Raumgröße von 100 bis 10.000 Kubikmeter. Unter https://www.gruebel-kg.de/bautrockner/ gibt es dazu weitere Informationen.

Das Mieten von Baugeräten ist noch aus weiteren Gründen nicht nur für private Bauherren, sondern auch für Unternehmen interessant, weil zum Beispiel Kosten für Wartung und Reparatur entfallen. Zudem hat man immer Geräte zur Hand, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Sollten sie dennoch einmal ihren Dienst versagen, ist in der Regel rasch Ersatz zu bekommen und selbst ein Totalverlust etwa durch einen Diebstahl belastet das eigene Unternehmen nicht. Zudem können die Mietkosten von der Steuer abgesetzt werden.

Leasing hat Vor- und Nachteile

Mit der Miete vergleichbar ist das Leasen von Baumaschinen und Geräten. Bei Leasingverträgen gehen aber sämtliche Rechte und Pflichten auf den Leasingnehmer über. Anders als bei einem Mietvertrag trägt der Leasingnehmer also auch das volle Risiko bei Ausfall und Verlust der Maschinen. Auf der anderen Seite stellt Leasing gerade für Bauunternehmer eine echte Alternative zum Mietvertrag dar, denn geleaste Geräte tauchen nicht in der Bilanz auf und beeinträchtigen nicht die Finanzkraft des Unternehmens. Der finanzielle Handlungsspielraum bleibt erhalten.

Die Leasingraten zählen zu den Betriebsausgaben, die Maschinen müssen deshalb nicht auf Jahre verteilt abgeschrieben werden. Im besten Fall finanzieren sich die Maschinen und Geräte selbst. Beim Ablauf des Leasingvertrages können Unternehmer und Bauherren die Maschinen wahlweise durch eine Schlusszahlung übernehmen oder zurückgeben und im Anschluss die neuesten Modelle leasen. Der Maschinenpark unterliegt damit nicht der technischen Veralterung. Auch saisonale Überlegungen können zugunsten eines Leasingvertrages sprechen. So bieten Leasinggesellschaften inzwischen Ratenanpassungen an, wenn die Maschinen und Geräte zum Beispiel in den Wintermonaten nur in der Halle stehen und nicht genutzt werden können.

Leasing birgt aber auch Nachteile. So kann der Bauherr oder Unternehmer die Maschine nicht zurückgeben, wenn sie wider Erwarten nicht mehr gebraucht wird. Er ist also an die Leasingzeit gebunden. Leasingverträge sind so gesehen beinahe unkündbar. Sie können nur dann vorzeitig beendet werden, wenn der Leasinggegenstand übernommen, also gekauft wird. Dabei sind Preis und Wert nicht zwangsläufig identisch.

Wann Kaufen günstiger ist

Auch der Kauf von Baumaschinen kann sich lohnen, wenn sie beispielsweise ständig im Einsatz sind. Geräte, die täglich gebraucht werden, sollen und müssen dauerhaft verfügbar sein. Sie können nicht im Rahmen eines Miet- oder Leasingvertrages nach Vertragsablauf zurückgegeben werden, auch nicht für kurze Zeit. Als Faustregel gilt: Wenn eine Maschine mehr als 125 Tage oder 1000 Stunden im Jahr zum Einsatz kommt, sollte man einen Kauf in Erwägung ziehen.

Außerdem geht eine Maschine bei einem Kauf direkt in den Besitz des Käufers über. Das heißt, es müssen keine Bedingungen des Vermieters oder Leasinggebers beispielsweise mit Blick auf die Bedienung und Unterbringung beachtet werden. Zudem müssen die Mitarbeiter nicht jedes Mal neu in den Gebrauch der Geräte eingewiesen werden. Und anders als bei Miete oder Leasing kann über den Kaufpreis verhandelt werden.

Bei Barzahlung sind Händler eher bereit, hohe Rabatte einzuräumen oder den Serviceumfang etwa durch einen kostenlosen Notdienst zu erhöhen. Kauf ist Verhandlungssache, Miete und Leasing nicht. Und wenn die Maschine nicht mehr gebraucht wird, kann man sie immer noch verkaufen.

Kaufen hat einen gravierenden Nachteil: Reparatur, Ersatzteile und Wartung sind Sache des Eigentümers. Er muss für sämtliche Kosten aufkommen.

Fazit

Werden Baumaschinen nur für eine befristete Aufgabe benötigt, ist Mieten die beste, weil günstigste Lösung. Sämtliche Unterhaltskosten entfallen und wenn die Maschine nicht mehr gebraucht wird, geht sie an den Vermieter zurück. Leasing kann bei saisonalem und ständigem Einsatz eine Überlegung wert sein. Leasinggeräte halten den Maschinenpark auf dem technisch neuesten Stand, ohne große Summen für die Anschaffung investieren zu müssen. Die tatsächlichen Kosten des Leasingvertrages müssen aber denen eines Kaufs gegenübergestellt werden. Wenn eine Maschine länger als 1000 Stunden im Jahr im Einsatz ist, kann Kaufen günstiger sein.