Ob Mieter oder Vermieter – bei der Mietkaution kommt es häufig zu Unsicherheiten und Fehlern. Diese führen nicht selten zu Streit oder sogar zu rechtlichen Auseinandersetzungen. In diesem Beitrag zeigen wir dir die häufigsten Stolperfallen – und wie du sie vermeidest.
1. Kautionshöhe falsch vereinbart
Ein häufiger Fehler: Die Kaution wird zu hoch angesetzt. Laut Gesetz (§ 551 BGB) darf sie maximal drei Monatskaltmieten betragen.
Digitales Mietkautionskonto - einfach & sicher
Keine Banktermine, keine Formulare. Die Kaution wird verzinst und insolvenzsicher verwahrt – komplett kostenlos.
Jetzt kostenlos eröffnenFehler: Der Mietvertrag sieht vier Monatsmieten vor.
Folge: Die überhöhte Vereinbarung ist unwirksam, der Mieter kann die Differenz zurückverlangen.
2. Keine Ratenzahlung angeboten
Viele Vermieter bestehen auf Einmalzahlung – doch das ist unzulässig. Mieter haben das Recht auf Ratenzahlung in drei gleichen Monatsbeträgen, auch wenn dies im Vertrag nicht steht.
Tipp: Als Vermieter solltest du dieses Recht anerkennen, um rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.
3. Kaution auf Privatkonto
Die Kaution darf nicht auf dem privaten Konto des Vermieters verwahrt werden. Sie muss separat und verzinslich angelegt werden.
Risiko: Bei Insolvenz oder Streit kann der Mieter den Betrag verlieren – oder Schadensersatz fordern.
Hier erhalten Sie ein kostenloses Mietkautionskonto
4. Kaution zu spät gezahlt
Mieter müssen die erste Rate der Kaution spätestens mit Mietbeginn zahlen. Wer hier säumig ist, riskiert rechtliche Konsequenzen – im schlimmsten Fall sogar die Kündigung.
Tipp für Mieter: Zahle pünktlich und dokumentiere alle Zahlungen schriftlich.
5. Unzulässige Abzüge bei Auszug
Ein häufiger Streitpunkt: Der Vermieter behält Geld für angebliche Schäden ein – obwohl es sich nur um normale Abnutzung handelt.
Unzulässig: Abzüge ohne Belege oder pauschale Forderungen.
Richtig: Nur nachgewiesene Schäden dürfen von der Kaution abgezogen werden.
6. Keine Abrechnung erstellt
Nach dem Auszug ist der Vermieter verpflichtet, eine Abrechnung der Kaution zu erstellen – insbesondere, wenn es Abzüge gibt.
Fehler: Der Vermieter zahlt nur einen Teilbetrag, ohne Begründung.
Folge: Der Mieter kann auf den Rest klagen – inklusive Zinsen.
7. Zinsen werden nicht berücksichtigt
Viele vergessen: Die Mietkaution muss verzinst werden. Die Zinserträge stehen dem Mieter zu und sind mit der Kaution auszuzahlen.
Tipp: Als Vermieter solltest du die Zinsen jährlich erfassen und am Ende korrekt abrechnen.
Fazit
Die Mietkaution ist ein sensibles Thema – Fehler passieren schnell und können teuer werden. Mieter und Vermieter sollten sich daher gut informieren, gesetzliche Vorgaben einhalten und alle Vereinbarungen sauber dokumentieren. Wer typische Stolperfallen kennt, kann Konflikte leicht vermeiden.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine rechtliche Beratung im Einzelfall dar. Die Inhalte wurden nach bestem Wissen und mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Für die rechtliche Beurteilung konkreter Sachverhalte sollte stets eine qualifizierte Rechtsberatung eingeholt werden.
