Leipzig, 28.02.2018 (lifePR) – Die Digitalisierung hat die Baubranche voll erfasst. Nach den derzeitigen Plänen soll das so genannte „Building Information Modelling“ (BIM) bis 2020 Standard für alle öffentlich betreuten Bauprozesse werden. Breite Anwendung findet es derzeit schon in den asiatischen Ländern, wo normengerechtes oder serielles Bauen besonders wichtig ist. Prinzipiell bietet die digitale Plattform für Planer, Architekten und Handwerker ein praktisches Tool für die konkreten Planungsprozesse beim Bau. Im Idealfall sollen die Gewerke sich so gut verzahnen, dass Bauprojekte schneller, effizienter und auch transparenter abgewickelt werden. Der Clou ist, dass alle Änderungen, die ein registrierter Nutzer macht, allen anderen zugänglich gemacht und eventuelle Preise oder auch Materialbestellungen automatisch aktualisiert werden.
Hinter BIM liegen, einfach erklärt, gut gepflegte und stets aktualisierbare Datenbank-Bibliotheken für die verschiedenen Informationen, die während eines Bau- und Planungsvorgangs verschiedenen Akteuren zugänglich gemacht werden müssen: Das können Baustoffe sein oder auch verschiedene Bauverordnungen, einzelne Projektschritte in den Leistungsphasen, die aktuelle Honorarordnung für Architekten oder Ingenieure (HOAI) oder auch einzelne Verträge. „Smart Contracts“ gehört zu den derzeit am meisten diskutierten Innovationen, die auf der Bugwelle der Blockchain-Technologie auch die Baubranche erfassen. Was derzeit noch fehlt: ein rechtssicheres digitales Vertragswesen.
yourXpert: Sie haben eine Frage zum Thema Mietrecht?Die Baubranche ist allerdings kein Vorreiter in der Digitalisierung. Obwohl die bautec letzte Woche umfassend gezeigt hat, wozu die Digitalisierung in punkto Smart Home und 3D-Druck fähig ist, werden die strukturellen Chancen längst noch nicht umfänglich ausgenutzt.
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