Ein Umzug steht ins Haus? Dann ist eine gute Planung gefragt, denn ansonsten wird so ein Wohnungswechsel zu einem schwierigen Unterfangen. Eine neue Wohnung finden, Kisten packen, den Umzug organisieren – bevor man sich in der neuen Bleibe einrichten kann, ist einiges zu tun. Und auch sonst gibt es bei einem Wohnungswechsel vieles zu beachten.

Kisten packen, Verträge kündigen – bei einem Umzug gibt es viel zu erledigen.

Ein Wohnungswechsel steht bevor: Was ist zu tun?

Bevor Sie in die neue Wohnung umziehen können, gibt es noch ein paar Dinge zu tun, auch in der alten Wohnung. Gegebenenfalls müssen Sie als Mieter ihre Wohnung vor der Übergabe an einen neuen Mieter weiß anstreichen. Das gilt aber nur, wenn das im Mietvertrag festgehalten oder mit dem Vermieter so besprochen wurde.

Allerdings kann es sein, dass Sie für Schäden an der Wohnung aufkommen müssen, jedenfalls dann, wenn diese absichtlich oder durch grob fahrlässiges Verhalten entstanden sind. Normale Gebrauchsspuren werden in der Regel vom Vermieter gezahlt, wobei durchaus im Mietvertrag oder durch eine individuelle Vereinbarung festgelegt sein kann, dass die Wohnung nach einer bestimmten Anzahl an Jahren vom Mieter renoviert werden muss. Dazu gehören folgende Leistungen:

  • Wände neu anstreichen
  • Bodenbeläge austauschen
  • Gegebenenfalls Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände ersetzen, die man beim Einzug übernommen hat, die aber zwischenzeitlich kaputt gegangen sind

Grundlegend für einen Umzug ist natürlich, dass man früh genug den Vermieter kontaktiert und den Mietvertrag fristgerecht kündigt. Ansonsten kann es sein, dass Sie über einige Monate hinweg doppelte Mietzahlungen leisten müssen, weil Sie in der Übergangsphase zwei Mietverträge gleichzeitig haben.

Wer früher aus der Wohnung ausziehen möchte, als es die gesetzliche Kündigungsfrist verlangt, sollte sich um einen Nachmieter bemühen, um die Kosten für die alte Wohnung bis zum Vertragsauslauf zumindest nicht komplett tragen zu müssen. Zu beachten ist jedoch, dass der Vermieter nicht dazu verpflichtet ist, den Nachmieter auch zu akzeptieren.
Um auch für Telefon und Internet nicht womöglich doppelt zu bezahlen, sollten die Verträge ebenfalls frühzeitig gekündigt oder umgemeldet werden. Gleiches gilt für den Strom- oder Gasanbieter sowie eventuell vorhandene Zeitungsabonnements.

Organisation ist alles: Die richtige Planung

Eine genaue Planung des Umzugs ist nicht immer möglich, da der Wohnungswechsel in manchen Fällen sehr spontan vorgenommen werden muss. Wenn es die Umstände aber zulassen, sollte man drei bis vier Monate vor dem Umzug mit der Planung beginnen. Wer die folgenden Punkte beachtet und nicht zu kurzfristig mit der Organisation des Umzugs beginnt, erspart sich viel Stress und Ärger.

Drei bis vier Monate vor dem Umzug:
Abgesehen davon, dass der neue Mietvertrag zu unterschreiben und der alte frühzeitig zu kündigen ist, sollte der genaue Termin für Ihren Umzug so früh wie möglich feststehen, damit Sie dementsprechend die weiteren Planungen vornehmen können. Beantragen Sie beim Arbeitgeber früh genug Ihren Sonderurlaub, falls dieser nötig ist.
Wenn Sie die Möbel selbst transportieren möchten oder größere Einzelstücke dabei sind, ist es ratsam, dafür einen Kleintransporter anzumieten. Auch das sollte nicht zu kurzfristig entschieden werden.

Wer sich neue Möbel anschaffen möchte, sollte sie rechtzeitig bestellen und die Lieferzeiten mit einplanen, die sechs bis zwölf Wochen betragen können. Die neuen Möbel werden auf Wunsch direkt an die neue Adresse geliefert oder dorthin, wo sie bis zum Umzug zwischengelagert werden können.

Wer ein Umzugsunternehmen engagieren will, sollte frühzeitig Angebote vergleichen.

Zwei Monate vor dem Umzug:
Sofern Sie ein Umzugsunternehmen benötigen, müssen Sie sich früh genug mit der Suche nach einem passenden Anbieter beschäftigen und Angebote vergleichen. Ansonsten gilt es, ausreichend Helfer für den Umzugstag zu organisieren.

Je nach Vereinbarung mit dem neuen Vermieter, stehen für die neue Wohnung noch Renovierungsarbeiten an, für die eventuell Handwerker zu beauftragen sind. Gegebenenfalls möchten Sie die Wände auch aus Einrichtungszwecken neu anstreichen. Daher sollten Sie früh genug erfragen, ab wann Sie die Wohnung betreten können. Nutzen Sie die Gelegenheit, um die neue Wohnung genau auf Schäden oder Mängel hin zu überprüfen und diese schriftlich und mit Fotos zu dokumentieren, damit sie Ihnen beim nächsten Auszug nicht im Übergabeprotokoll des Vermieters zur Last gelegt werden können.

Denken Sie auch daran, gegebenenfalls einen Termin für den Sperrmüll zu vereinbaren und einen Lagerraum anzumieten, falls Sie manche Dinge zwischenlagern möchten. Nutzen Sie den Umzug, um die Wohnung plus Dachboden oder Kellerraum auszumisten und vielleicht das ein oder andere auf dem Flohmarkt oder im Internet zu verkaufen.

Ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, die Wohnung auszumisten.

Einen Monat vor dem Umzug:
Außerdem sollten Sie rechtzeitig damit anfangen, die Habseligkeiten in Umzugskartons zu packen. Dafür braucht man Packmaterial und Kartons, um die Sie sich früh genug kümmern sollten. Verpacken Sie nach und nach alle Sachen, die Sie bis zum Umzug nicht mehr brauchen. Am besten notieren Sie auf den Kartons, was sich jeweils darin befindet und in welchen Raum die Kiste in der neuen Wohnung gestellt werden soll.

Zum Be- und Entladen von Transporter und Autos ist viel Platz nötig. Je nachdem, wie die Platzverhältnisse auf der Straße vor der neuen Wohnung sind, sollten Sie eine Genehmigung beantragen, um die Straße am Umzugstag absperren zu dürfen.

Nicht zu vergessen: Für den bevorstehenden Umzug einen Nachsendeauftrag bei der Post stellen. Vereinbaren Sie zudem mit Ihrem aktuellen Vermieter Termine für das Ablesen des Zählerstands und die Wohnungsübergabe.

Der Umzugstag: Weniger Stress und mehr Ordnung

Haben Sie alles erledigt, kann der Wohnungswechsel kommen. Für den Umzugstag selbst sollten Sie ausreichend Verpflegung für die Helfer bereitstellen und sie mit Kaffee, Wasser und anderen Getränken versorgen. Außerdem müssen Handwerkszeug und für alle Fälle auch Erste-Hilfe-Material vorhanden sein.
Bevor der Umzug losgehen kann, sollten Sie die letzten Habseligkeiten in Kisten verpacken. Instruieren Sie die Helfer, welche Kisten und Möbel wie transportiert werden und wo was in der neuen Wohnung hinkommt.

Beschriftete Kisten und Kartons bieten eine ungemeine Erleichterung bei der Organisation. Ist darauf notiert, in welchen Raum die betreffende Kiste gehört, schafft das außerdem gleich mehr Ordnung im Umzugschaos. Hinweise wie „Achtung, zerbrechlich“ auf den Kisten mindern das Risiko, dass Ihre Sachen durch den Umzug Schäden davontragen oder sogar kaputt gehen.
In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, bei Möbeln, die abgebaut werden müssen, die Einzelteile mit Bleistift zu beschriften. Das erleichtert und beschleunigt den Aufbau.

Beschriftete Kartons erleichtern die Organisation.

Wenn Sie ein Haustier haben, das mit Ihnen umzieht, sollten Sie ihm den Trubel, der bei einem Umzug herrscht, ersparen. Viel Hektik und fremde Menschen bewirken Stress beim Tier.
Aus diesem Grund sollten Sie wissen, wie Sie Ihrem Haustier Umzugsstress ersparen können. Gerade Katzen merken früh, dass sich eine große Veränderung anbahnt und reagieren oftmals scheu, wenn in der Wohnung plötzlich so viel Aufruhr herrscht.

Am besten ist es, sie schon ein paar Tage vor dem Umzug bei Personen unterzubringen, mit denen sie vertraut ist. Wenn das nicht geht, sollten Sie die Katze am Umzugstag mit ihren Sachen in einem abgeschlossenen Raum lassen. In der neuen Wohnung sollten Sie der Katze möglichst viel Vertrautes bieten, damit sie sich besser an die neue Umgebung gewöhnt.

Nach dem Umzug: Was ist zu tun?

Nach dem Umzug stehen das Einrichten der Wohnung sowie das Aufbauen der restlichen Möbel an. Geben Sie das Material und Werkzeug, dass Sie sich für den Umzug geliehen haben, möglichst schnell wieder zurück.

Einrichten, ummelden, Adressänderung bekanntgeben – das steht nach dem Umzug an.

Doch es gibt auch andere wichtige Dinge außerhalb der Wohnung, die in den ersten beiden Wochen nach dem Umzug zu erledigen sind.

So müssen Sie sich beim Bürgeramt um Ihre Ummeldung kümmern, sodass Sie offiziell unter der neuen Adresse oder gegebenenfalls in Ihrem neuen Wohnort gemeldet sind.

Denken Sie auch daran, Ihren Ausweis, Fahrzeugpapiere und andere wichtige Dokumente ändern zu lassen und bei allen nötigen Ämtern und Behörden Ihre neue Adresse bekanntzugeben. Das gilt außerdem für Ihren Arbeitgeber, Versicherungen, die Krankenkasse und Banken.

 

Bilder
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