Kiel, 26.11.2018 (lifePR) – „Das ist schlicht und ergreifen bürokratischer Blödsinn!“ So kommentierte Alexander Blažek, Verbandsvorsitzender von Haus & Grund Schleswig-Holstein, das heute bekannt gewordene Grundsteuerkonzept des Bundesfinanzministers Olaf Scholz, wörtlich. Es handele sich um ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für die Finanzverwaltung, wenn für jede Wohnung ein Grundsteuerbescheid erlassen werden soll, der sich auch noch an der aktuellen Miete orientiere. Bei rund 70.000 Mieterwechseln in Schleswig-Holstein jährlich müssten entsprechend viele Grundsteuerbescheide jedes Jahr neu erstellt werden. Das käme einem Schildbürgerstreich gleich, der Bürger und Behörden gleichermaßen überfordere.
„Die neue Grundsteuer muss vier wichtige Kriterien erfüllen: Aufkommensneutral, einfach, transparent und gerecht. Dafür muss sich Finanzministerin Heinold im Bundesrat einsetzen,“ forderte der Verbandschef. Haus & Grund kämpfe für das sogenannte Flächenmodell. Danach ließe sich die Grundsteuer aus der Gebäude- und Grundstücksfläche einfach berechnen. Insbesondere stiegen dabei die Wohnkosten nicht. Die Grundsteuer wirke sich unmittelbar auf die Mieten aus, da sie als Betriebskosten des Wohngebäudes auch von den Mietern zu tragen sei.
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