Praxistest der dé 11 kW für Vermieter
Die mobile Ladestation Mietwohnung wird für Vermieter zunehmend zum Thema. Seit März 2024 haben Mieter nach § 554 Abs. 1 BGB einen gesetzlichen Anspruch auf den Einbau einer Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig scheuen viele Vermieter die hohen Kosten einer fest installierten Wallbox. Tatsächlich bietet eine mobile Ladestation eine flexible Alternative, die ohne bauliche Veränderungen auskommt und sofort einsatzbereit ist. Deshalb habe ich die mobile 11-kW-Ladestation des Herstellers dé (depow.de) über mehrere Wochen im Praxiseinsatz getestet – aus der Perspektive eines Vermieters, der seinen Mietern eine unkomplizierte Ladelösung anbieten möchte.
Mobile Ladestation Mietwohnung – Lieferumfang und erster Eindruck
Die dé 11 kW Portable EV Charger kommt in einem kompakten Karton mit einer hochwertigen Transporttasche. Der Lieferumfang überzeugt auf Anhieb: Neben der eigentlichen Ladestation mit integrierter Steuerbox und Typ-2-Ladestecker liegt ein CEE-rot-Adapterkabel (16A Drehstrom auf Schuko) bei. Darüber hinaus enthält das Set eine Wandhalterung mit Gurtbefestigung für den Typ-2-Stecker, einen Schutzbeutel und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung. Entscheidend für Vermieter: Die Transporttasche ist robust genug, um die Ladestation dauerhaft im Keller oder in der Tiefgarage aufzubewahren. Gleichzeitig passt alles kompakt in den Kofferraum, falls der Mieter das Ladegerät auch unterwegs nutzen möchte.
yourXpert: Sie haben eine Frage zum Thema Mietrecht?Technische Daten der dé 11 kW im Überblick
Die mobile Ladestation arbeitet dreiphasig mit bis zu 11 kW Ladeleistung (3 × 16 A). Allerdings lässt sich die Stromstärke stufenweise von 6 bis 16 Ampere einstellen – ein entscheidender Vorteil in Mietobjekten, wo die elektrische Anlage möglicherweise nicht für die volle Leistung ausgelegt ist. Der Anschluss erfolgt über einen CEE-rot-Stecker (16A Drehstrom), der in vielen Tiefgaragen und Kellerräumen bereits vorhanden ist. Darüber hinaus ermöglicht der mitgelieferte Adapter den Betrieb an einer normalen Schuko-Steckdose – dann allerdings nur mit reduzierter Leistung von etwa 2,3 kW. Ebenso verfügt die Steuerbox über ein Display, das Ladeleistung, Stromstärke und geladene Kilowattstunden anzeigt. Entsprechend kann der Mieter seinen Stromverbrauch exakt ablesen und dokumentieren – wichtig für die Abrechnung mit dem Vermieter.
Installation und Inbetriebnahme – So einfach geht es
Die Installation der mobilen Ladestation erfordert keine Fachkenntnisse und keinen Elektriker. Konkret bedeutet das: CEE-Stecker in die Drehstromdose stecken, Typ-2-Stecker in das Fahrzeug einstecken – fertig. Der Ladevorgang startet automatisch. Allerdings sollten Vermieter vor der Bereitstellung einer mobilen Ladestation Mietwohnung prüfen lassen, ob die vorhandene Elektroinstallation für den Dauerbetrieb geeignet ist. Entscheidend ist: Eine CEE-rot-Steckdose (16A, 400V, fünfpolig) muss vorhanden sein oder von einem Elektriker nachgerüstet werden. Die Kosten für die Nachrüstung einer CEE-Steckdose liegen erfahrungsgemäß zwischen 200 und 500 Euro – deutlich günstiger als die Installation einer fest montierten Wallbox. Gleichzeitig entfällt bei einer mobilen Ladestation die Anmeldepflicht beim Netzbetreiber, die für fest installierte Wallboxen ab 3,7 kW vorgeschrieben ist. Dennoch empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Netzbetreiber bei regelmäßiger Nutzung. Folglich ist die mobile Ladestation Mietwohnung in der Inbetriebnahme deutlich unkomplizierter als jede fest installierte Alternative.
Mobile Ladestation Mietwohnung – Rechtliche Rahmenbedingungen
Für Vermieter sind die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Thema Ladeinfrastruktur entscheidend. Seit der Reform des § 554 BGB hat jeder Mieter einen Anspruch auf die Genehmigung baulicher Veränderungen zur Installation einer Ladelösung. Allerdings trägt der Mieter grundsätzlich die Kosten. Gleichzeitig kann der Vermieter die Genehmigung nur aus wichtigem Grund verweigern. Eine mobile Ladestation bietet hier einen eleganten Kompromiss: Der Vermieter stellt lediglich eine CEE-Steckdose bereit und kann die mobile Ladestation optional als Ausstattungsmerkmal anbieten. Darüber hinaus vermeidet der Vermieter bauliche Veränderungen am Gemeinschaftseigentum – ein häufiger Streitpunkt in Eigentümergemeinschaften. Entscheidend ist die Stromkostenabrechnung: Der Vermieter sollte entweder einen separaten Zwischenzähler installieren oder die geladenen Kilowattstunden über das Display der Ladestation dokumentieren lassen. Die Abrechnung der Stromkosten kann als eigenständiger Posten in der Nebenkostenabrechnung erfolgen.
Sicherheit und Schutzfunktionen
Die dé 11 kW verfügt über umfassende Schutzfunktionen, die für den Einsatz in Mietobjekten unverzichtbar sind. Die integrierte Steuerbox bietet Schutz gegen Überstrom, Über- und Unterspannung, Überhitzung sowie einen DC-Fehlerstromschutz (Typ A + DC 6 mA). Konkret bedeutet das: Der zusätzliche Einbau eines teuren Typ-B-FI-Schalters in der Hausverteilung entfällt. Darüber hinaus entspricht die Ladestation den europäischen Normen EN 62196 und EN 61851. Entsprechend können Vermieter die mobile Ladestation Mietwohnung bedenkenlos einsetzen, sofern die Elektroinstallation den Mindestanforderungen entspricht. Dennoch empfiehlt sich vor der Bereitstellung ein E-Check durch einen zugelassenen Elektriker – insbesondere bei älteren Gebäuden mit veralteter Elektrik. Die Wohngebäudeversicherung sollte ebenfalls geprüft werden, da manche Policen den Betrieb von Ladestationen nicht abdecken.
Vor- und Nachteile für Vermieter
Die mobile Ladestation Mietwohnung bietet gegenüber einer fest installierten Wallbox mehrere Vorteile. Erstens liegen die Anschaffungskosten mit rund 400 bis 500 Euro deutlich unter denen einer Wallbox (800 bis 2.000 Euro plus Installation). Zweitens entfällt die aufwendige Festinstallation durch einen Elektriker. Drittens kann die Ladestation bei einem Mieterwechsel einfach mitgenommen oder dem nächsten Mieter zur Verfügung gestellt werden. Allerdings gibt es auch Nachteile: Die mobile Lösung bietet keine smarte PV-Überschussladung und keine Integration in ein Energiemanagementsystem. Ebenso fehlt eine Zugangssteuerung – jeder, der Zugang zur Steckdose hat, kann laden. Darüber hinaus ist das Kabelmanagement in einer Tiefgarage weniger elegant als bei einer Wallbox mit Kabelhalter. Dennoch überwiegen für die meisten Vermieter die Vorteile der mobilen Ladestation Mietwohnung, insbesondere wenn nur ein oder zwei Stellplätze mit einer Lademöglichkeit ausgestattet werden sollen. Hinzu kommt: Der Vermieter kann die Ladestation als attraktives Ausstattungsmerkmal in der Immobilienanzeige bewerben und so die Vermietbarkeit seiner Wohnung steigern.







Fazit und Bewertung
Die dé 11 kW Portable EV Charger ist eine solide, durchdachte mobile Ladestation, die sich für Vermieter als pragmatische Einstiegslösung eignet. Die Verarbeitung überzeugt, die Ladeleistung stimmt und der Lieferumfang mit CEE-Adapter und Transporttasche lässt keine Wünsche offen. Entscheidend für Vermieter: Die Ladestation funktioniert sofort und ohne bauliche Eingriffe – CEE-Steckdose genügt. Deshalb eignet sie sich besonders für Vermieter, die ihren Mietern eine Lademöglichkeit im Mietvertrag zusichern möchten, ohne in eine teure Wallbox-Installation zu investieren. Gleichzeitig bietet das kWh-Display eine transparente Grundlage für die Stromkostenabrechnung zwischen Vermieter und Mieter.
- Ladeleistung: Bis zu 11 kW (3 × 16 A) an CEE-rot, 2,3 kW an Schuko – stufenweise einstellbar von 6 bis 16 Ampere.
- Lieferumfang: Ladestation, CEE-rot-Adapterkabel, Transporttasche, Wandhalterung mit Gurt, Bedienungsanleitung.
- Sicherheit: Integrierter DC-Fehlerstromschutz, Überstrom-, Überspannungs- und Überhitzungsschutz. Kein zusätzlicher Typ-B-FI nötig.
- Praxis: Zuverlässiger Ladestart, stabile Leistung, geräuschloser Betrieb, robuste Verarbeitung.
- Für Vermieter geeignet: Keine baulichen Veränderungen, keine Anmeldepflicht, niedrige Anschaffungskosten, flexible Einsatzmöglichkeiten.
- Einschränkungen: Keine smarte PV-Steuerung, keine Zugangssteuerung, kein fest montierter Kabelhalter.
Bezugsquelle: Die dé Mobile Ladestation 11 kW ist direkt beim Hersteller unter depow.de erhältlich.
