Kein Datenaustausch ohne Netz

Mannheim, 22.09.2017 (lifePR) – Die Digitalisierung im Baubereich schreitet voran! Neben der elektronischen Bauwerksdatenmodellierung, genannt „Building Information Modeling“ (BIM), das die Zusammenarbeit aller Projektpartner durch ein zentrales digitales Bauwerksmodell erleichtert, wird in Zukunft auch die Auftragsvergabe zunehmend digital erfolgen. Bereits ab Herbst nächsten Jahres soll auf Grund vergaberechtlicher Vorgaben die Vergabe von Bauleistungen durch die öffentliche Hand elektronisch abgewickelt werden.

Der Verband Bauwirtschaft Nordbaden e.V. unterstützt seine Mitglieder durch entsprechende Schulungen in der Umsetzung. Am 19. September 2017 fand ein spezielles Anwenderseminar zur „E-Vergabe“ in Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar im Ausbildungszentrum Bau in Mannheim statt.

„Eine Umsetzung der Richtlinien zur Digitalisierung ist den Unternehmen aber nur möglich, wenn auch ein entsprechendes, schnelles Breitbandnetz zur Verfügung steht.“, betonte Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Bauwirtschaft Nordbaden, im Rahmen der Veranstaltung. Selbst in städtischen Bereichen ist dies laut Thomas Möller nicht flächendeckend gewährleistet. Der Verbandsgeschäftsführer appelliert an die Politik, den Ausbau des Breitbandnetzes zügiger voranzutreiben.

„Auch die einheitliche Abwicklung von öffentlichen Auftragsvergaben würde für unsere Unternehmen eine enorme Erleichterung bedeuten.“, ergänzte Joachim Thomas von der Rechtsabteilung des Verbandes Bauwirtschaft Nordbaden. „Die Metropolregion Rhein-Neckar hat sich frühzeitig mit dem Thema E-Vergabe beschäftigt und zur Vereinheitlichung der Abläufe die verwaltungsübergreifende Bekanntmachungs- und Vergabeplattform „auftragsboerse.de“ für die Metropolregion auf den Weg gebracht. Dies ist enorm hilfreich. Über 90 Vergabestellen nutzen bereits diese Plattform. Insgesamt gibt es in der Metropolregion jedoch deutlich mehr Vergabestellen. Vor allem in kleineren Kommunen besteht bezüglich der geforderten Digitalisierung von Auftragsvergaben noch dringender Nachholbedarf!“