Optimale Energieeffizienz: Der Energieausweis und seine Relevanz für Vermieter

Der Energieausweis besteht bereits seit einiger Zeit und wurde eingeführt, als die Energieeinsparverordnung (EnEV) überarbeitet wurde, bevor das aktuelle Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft trat. Seitdem wurden die Anforderungen aktualisiert, und das Dokument muss regelmäßig erneuert werden.

Auch als Vermieter musst Du Dich um einen Energieausweis für die Vermietung kümmern und zur Wohnung einen Energieausweis vorlegen. Im folgenden Artikel erfährst Du, was der Energieausweis bei Mietwohnungen bedeutet, woher Du für Deine Wohnung den Energieausweis bekommst und was die Energieausweis Pflicht für Vermieter mit sich bringt.



Ohne Energieausweis geht es selten

Der Energieausweis dokumentiert die Energieausweisklassen eines Gebäudes. Die Energieausweisklassen sind relevant, um Energie zu sparen und klimapolitische Ziele zu erreichen. Es gibt Kostenfaktoren, die in der Nebenkostenabrechnung unterschiedlich stark auf die Mieter umgelegt werden dürfen: Je besser die Energieausweisklassen des Hauses aufgestellt sind, umso mehr Kosten kannst Du umlegen. Aus Gründen wie diesen hast Du als Mieter ein Interesse, die Wohnung durch Energieausweis zu positionieren.

Die Energieausweis Pflicht für Vermieter geht zudem noch weiter. Der Energieausweis ist von wenigen Ausnahmen abgesehen Pflicht und Du solltest ihn den Mietern auf Wunsch vorlegen können. Laut § 16a der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind Vermieter sogar angehalten, in Wohnungsinseraten Angaben zum Energieausweis bei Mietwohnungen zu machen. Das kannst Du natürlich nur tun, falls zum Veröffentlichungszeitpunkt der Anzeige bereits für die Wohnung ein Energieausweis erstellt wurde und Energieausweisklassen ermittelt wurden. Du kannst die Wohnung mit dem Energieausweis für die Vermietung bewerben. Tolle Energieausweisklassen zeigen interessierten Mietern, dass sie nicht zu hohe Heizkosten in der Wohnung haben. Insofern kann für die Mietpreisgestaltung der Wohnung ein Energieausweis Vorteile bringen.

Dann könnte eine Ausnahme für Dich gelten

Ausgenommen wirst Du von der Energieausweis Pflicht für Vermieter unter zwei Voraussetzungen. Die erste gilt, falls die Nutzfläche des gesamten Gebäudes 50 Quadratmeter unterschreitet. Behalte im Hinterkopf, dass es um die gesamte Gebäudenutzfläche geht. Falls Du eine einzelne Wohnung in einem großen Gebäude vermietest, zählt die Gesamtfläche und nicht die Deiner Einheit. Die zweite Ausnahme bilden denkmalgeschützte Gebäude. Bei ihnen greift die Energieausweis Pflicht für Vermieter nicht. Bevor Du keinen Energieausweis für die Vermietung erstellen lässt, solltest Du die geltenden Bedingungen mit einem Experten klären.

So bekommst Du einen Energieausweis für die Vermietung

Das Gesetz hat genaue Vorgaben darüber gemacht, wer Energieausweise ausstellen kann. Der Aussteller muss entsprechende Fachkenntnisse vorweisen und aus einer passenden Branche kommen. Diese Qualifikationen bringen verschiedene Fachkräfte mit. Neben Bauingenieuren und Architekten stellen heute auch viele anerkannte Handwerksbetriebe Energieausweise aus. Achte darauf, dass der Aussteller entweder offiziell vom Amt als Sachverständiger berufen wurde oder eine Weiterbildung zum energiesparenden Bau absolviert hat.

Du willst der Energieausweis Pflicht für Vermieter genügen? Und jetzt fragst Du Dich, wer in Deiner Stadt einen Energieausweis bei Mietwohnungen erstellen darf? Vermieterverbände, Mietervereine und die Verbraucherzentrale haben einen Überblick. Sie können Dir Kontakte zu Stellen vermitteln, die sich in Deiner Umgebung Häuser auf Energieausweisklassen prüfen und Dir einen Energieausweis für die Vermietung erstellen.

Energieausweis bei Mietwohnungen – diese Ausweisarten gibt es

Offiziell gibt es beim Energieausweis für die Vermietung zwei verschiedene Ausweisarten: den schlichten Verbrauchsausweis und den ausführlichen Bedarfsausweis. Während der erste Auskunft über den Energieverbrauch des letzten Mieters gibt, handelt es sich beim Bedarfsausweis um einen qualifizierten Energieausweis bei Mietwohnungen. Wenn für die Wohnung ein Energieausweis ausgestellt wird, werden die Energieverbrauchsdaten mit dem Baujahr, der Architektur und Heizungsausstattung sowie typischen Vergleichsdaten abgeglichen. Die Daten orientieren sich folglich nicht am Wärmebedürfnis oder individuellen Heizverhalten eines Vormieters. Welchen dieser beiden Ausweise Du brauchst, um die Energieausweis Pflicht für Vermieter zu erfüllen, hängt nun von der Immobilie ab.

Falls das Gebäude maximal vier Wohneinheiten beherbergt, brauchst Du entweder einen Bedarfsausweis oder ein Dokument, das eine spezielle energetische Modernisierung bezeugt. Falls Du kürzlich eine Sanierung vorgenommen hast, die den neusten Standards der Wärmeschutzverordnung genügt, bist Du möglicherweise von der Bedarfs-Energieausweis Pflicht für Vermieter ausgenommen. Die Stelle, die Dir bei der Modernisierung geholfen hat, kann Dir Auskunft geben, ob Du für die Wohnung einen Energieausweis brauchst. In Gebäuden mit über vier Wohneinheiten hast Du die freie Wahl zwischen einem Verbrauchsausweis oder einem Bedarfsausweis.

Und was kostet der Energieausweis bei Mietwohnungen?

Verbindliche Angaben für die Kosten lassen sich schwer machen. Wie viel Geld Du für einen Energieausweis bei Mietwohnungen auf den Tisch legen musst, um die Energieausweis Pflicht für Vermieter zu erfüllen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Zum einen davon, was für eine Art von Energieausweis für die Vermietung bei Deinen Mietwohnungen verlangt wird. Der Preis unterscheidet sich je nach Anbieter und Ausführlichkeit der Dokumentation.

Als Einstiegspreis für einen gültigen Energieausweis bei Mietwohnungen solltest Du aktuell knapp 100 Euro einplanen. Falls Du einen qualifizierten Bedarfsausweis brauchst oder überdurchschnittlich gute Energieausweisklassen ausführlich für die Wohnung im Energieausweis dokumentieren lassen willst, musst Du mehr in den Energieausweis für die Vermietung investieren. Für den Bedarfsausweis sollten mindestens 300 bis 500 Euro an Kosten eingeplant werden.

  1. Rechtzeitige Beantragung: Stelle sicher, dass der Energieausweis rechtzeitig vor Beginn des Vermietungsprozesses beantragt wird. Dies gibt dir genug Zeit, um alle erforderlichen Informationen zu sammeln und den Ausweis ausstellen zu lassen, ohne den Zeitplan für potenzielle Mieter zu gefährden.
  2. Informiere dich über die Anforderungen: Jedes Land hat unterschiedliche Anforderungen an den Energieausweis. Stelle sicher, dass du die spezifischen Anforderungen in deinem Land oder deiner Region verstehst und einhältst.
  3. Qualifizierte Bewertung: Beauftrage einen qualifizierten Sachverständigen, um die Energieeffizienz deines Objekts zu bewerten und den Ausweis auszustellen. Eine genaue Bewertung ist entscheidend, um korrekte Informationen für potenzielle Mieter bereitzustellen und rechtliche Anforderungen zu erfüllen.
  4. Halte den Ausweis aktuell: Der Energieausweis hat eine begrenzte Gültigkeitsdauer. Stelle sicher, dass du den Ausweis rechtzeitig erneuerst, um rechtliche Anforderungen zu erfüllen und potenzielle Mieter korrekt zu informieren.

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