Suhl, 07.06.2018 (lifePR) – „Der schönste genossenschaftliche Wintergarten Thüringens“ stand im Mittelpunkt des Thüringer Preises der Wohnungswirtschaft in der Kategorie „WohnRäume“, der anlässlich der Tage der Thüringer Wohnungswirtschaft vergeben wurde.

Der Wohnpark „Grüne Mitte“ zeigt ein Ensemble aus sieben Mehrfamilienhäusern, von denen sechs durch ein gläsernes Atrium und Laubengänge miteinander verbunden sind. Das Projekt wurde von der Wohnungsbaugenossenschaft Sömmerda/Thüringen e.G. auf einem ehemaligen Sportplatz realisiert. Die Wohnungen sind barrierearm, verfügen über schnelles Internet und sind als Neubau mit einer Miete von 8,90 €/m² bezahlbar. Damit entstand in Sömmerda eine wohn- und lebenswerte Alternative, die sowohl Berufspendler als auch Senioren aus Stadt und Land anlockt und hält. Frank Richter, Vorstandsvorsitzender der WOBAG Sömmerda: „Wir hatten erst Sorge, ob unser Konzept aufgeht. Doch nach nicht einmal drei Monaten waren alle Wohnungen belegt. Wir haben vor allem neue Genossenschaftsmitglieder von unserem Angebot überzeugen können.“

Konzepte, die zukunftstauglich sind und Antworten auf die gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen finden, sind Gegenstand des neu ausgerichteten Thüringer Preises der Wohnungswirtschaft. „Unsere Wohnungsunternehmen bauen nachhaltig, so dass Menschen gut miteinander leben können. Unser Preis soll zur Nachahmung anregen und den Wissens- und Erfahrungstransfer noch mehr beflügeln. Denn die schönste Fassade nützt nichts, wenn die Wohnung nicht bezahlbar ist und das Miteinander im Haus nicht funktioniert“, sagte Frank Emrich, Verbandsdirektor des Verbandes Thüringer Wohnungsund Immobilienwirtschaft e.V., am Rande der Preisverleihung.

Die Jury würdigte zwei weitere Projekte mit Anerkennungen. Eine erhielt die jenawohnen GmbH für ihr Projekt „Seniorenwohnanlage Mittendrin“ in Blankenhain, die das Stadtzentrum entscheidend belebt. Dafür wurde ein einsturzgefährdetes Haus abgerissen. Der Neubau entstand unter besonderer Berücksichtigung der Bau- und Folgekosten, die zum Beispiel durch Fertigbadzellen verringert werden konnten. Die Miete beträgt derzeit 7,36 €/m².

Die zweite Anerkennung erhielt die RUWO Rudolstädter Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH. Ihr gelang es, ein um 1600 geschaffenes herrschaftliches Renaissancegebäude mit Hilfe von Fördermitteln vorbildlich zu erhalten. Die RUWO schuf im Wohnquartier Vorwerksgasse 13/Stiftsgasse 27 acht großzügige, zeitgemäße Wohnungen mit einem autofreien, grünen Wohnhof zu einer Grundmiete von 6,00 €/m².

Der vtw fordert eine schnelle und durchgreifende Entwicklungsoffensive für den ländlichen Raum. „Hochwertiger Wohnraum in kleinen Städten wird genauso gebraucht, wie schnelles Internet und funktionierende Nahverkehrsanbindungen, um die Menschen zu halten. Gerade Städte wie Sömmerda können Erfurt und Jena auf dem Wohnungsmarkt und in der Infrastruktur entlasten und tragen dazu bei, dass sich auch der ländliche Raum weiter entwickeln kann“, sagte Frank Emrich. Dabei bildet die Rettung denkmalgeschützter Gebäude eine ökonomisch schwierige Aufgabe. Die Gebäude sind aber wichtig für die Identität der Orte – die wiederum wichtig für ihre Attraktivität ist.

Der Thüringer Preis der Wohnungswirtschaft wird durch den Verband Thüringer Wohnungsund Immobilienwirtschaft e.V. (vtw) in Kooperation mit der Architektenkammer Thüringen und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in zwei Kategorien vergeben. Die Schirmherrschaft hat das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft übernommen. Nachdem im Jahr 2018 in der Kategorie „WohnRäume“ die gestalterische Qualität in Verbindung mit der sozialen Brauchbarkeit im Fokus steht und zum Nachahmen anregen soll, lobt der vtw in 2019 die Wettbewerbskategorie „WohnWerte“ aus.

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