Entwicklung der Mietpreise in deutschen Universitätsstädten

Die Mietpreise sind in den letzten Jahren vor allem in Großstädten angestiegen. Dies wirkt sich auch auf die Finanzierungskosten für ein Studium aus, denn die Mietpreissteigerung ist auch in Universitätsstädten zu spüren. Vor allem München liegt mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 616 EUR weit vor anderen beliebten Universitätsstädten wie Köln oder Berlin, wo eine Wohnung nur 388 EUR beziehungsweise 363 EUR kostet. Vermutlich ist das Ende der Preisspirale noch nicht erreicht, denn viele Vermieter entscheiden sich auch dann für eine Erhöhung des Mietzinses, wenn er die Wohnung neu vermietet. Die Studentenwerke bieten zwar preisgünstige Wohnungen an, doch diese sind unter den Studenten hoch frequentiert und entsprechend schnell vergriffen. Und so weichen viele auf Wohnungen aus, die auf dem freien Wohnungsmarkt vergeben werden.

Leben in Wohngemeinschaften ist nicht preiswerter

Sehr beliebt sind Wohngemeinschaften, in denen mehrere Studenten in größeren Wohnungen zusammen leben. Das Leben in der WG ist bei der Durchschnittsmiete, die Studenten in den beliebten Universitätsstädten zahlen, bereits einbezogen. In München kostet eine große Wohnung mit vier Zimmern abhängig von der Wohnlage bis zu 2.000 EUR Miete im Monat. Zusammen mit den Nebenkosten muss jeder Student die durchschnittlichen 619 EUR monatlich zahlen, was sein Budget sehr deutlich belastet.

Miete großer Posten bei durchschnittlichen Monatsausgaben

Durch die hohen Mieten sind die durchschnittlichen Kosten von 819 EUR monatlich, die ein Student während seines Studiums zahlen muss, in München deutlich höher. In den monatlichen Durchschnittskosten wird nur eine Miete von 323 EUR zugrunde gelegt. In den vier beliebtesten deutschen Universitätsstädten, zu denen neben München, Berlin und Köln auch Hamburg gehört, ist die Miete mitunter deutlich höher. In Hamburg zahlen Studenten durchschnittlich 410 EUR. Damit liegt die Hansestadt hinter München auf dem zweiten Platz mit den höchsten Mieten und gehört zu den teuersten deutschen Universitätsstädten.

Berlin als günstige Universitätsstadt

Günstig wohnen können Studenten in Berlin. Einer der Gründe ist, dass es in den Bezirken des ehemaligen Ost-Berlin viele Plattenbausiedlungen gibt, in denen die Mieten deutlich preiswerter sind. Da Berlin in Bezug auf die öffentlichen Verkehrsmittel sehr gut vernetzt ist, können Studenten auch etwas außerhalb wohnen und die Universitäten und Hochschulen in Berlin, aber auch in Potsdam sehr gut erreichen können. Mit dem Semesterticket können Berliner Studenten alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Wer sich für die Uni Potsdam entscheidet, bleibt sogar im gesamten Land Brandenburg mobil und kann außerhalb günstig wohnen, was sich auf das Budget sehr positiv auswirkt.

Finanzierung des Studiums auf verschiedenen Wegen

Die Finanzierung des Studiums gestalten Studierende individuell auf ihre persönliche Situation abgestimmt. Von den 918 EUR im Monat, die ein Student durchschnittlich zur Verfügung hat, werden 469 EUR von den Eltern gezahlt. Ein privates Darlehen in Form von einem Studentenkredit nehmen nur wenige Studierende in Anspruch. im Durchschnitt werden nur 104 EUR monatlich von einem Kredit abgedeckt. Die restliche Summe finanziert der Durchschnittsstudent durch einen Anteil Bafög, durch einen Nebenjob oder durch Erspartes, etwa aus einer Ausbildungsversicherung oder einem früheren Job.